Zur Übersicht

Vom Scope 3 Blindspot zur datengetriebenen Dekarbonisierungsstrategie

Linhardt x Tanso Case Study: Vom Scope 3 Blindspot zur datengetriebenen Dekarbonisierungsstrategie

Durch die ganzheitliche und vor allem finanzielle Betrachtungsweise in der Tanso-Software kann Linhardt zukünftig durch die Kombination der vier CO₂ Reduktionsmaßnahmen nicht nur bis zu 45% der Gesamt-Emissionen, sondern auch signifikant Kosten im Material und CO₂-Preis einsparen, um damit zumindest teilweise die gestiegenen Beschaffungs- und Herstellkosten auszugleichen. Dieses Argument überzeugte den Vorstand die gemeinsam erarbeitete Dekarbonisierungsstrategie in seinem Jahresworkshop zu priorisieren.

Branche Verpackungsindustrie / Aluminium und Kunststoff
Standorte 4 Werke in Deutschland und 3 Werke in Indien
Mitarbeitende Ca. 1.750
Produkte Aluminiumtuben, Aerosoldosen, Flaschen, Kunststofftuben
Corporate Carbon Footprint ca. 115.000 t CO₂e gesamt (Scopes 1-3) in 2024
Tanso Module Corporate Carbon Footprint | Product Carbon Footprint | Reduktion

Über Linhardt

Linhardt ist ein familiengeführter Verpackungshersteller mit über 80-jähriger Geschichte und drei Produktionsstandorten in Deutschland. Das Unternehmen entwickelt und produziert hochwertige Aluminiumverpackungen – darunter Tuben, Aerosoldosen und Aluminiumflaschen – für Kunden aus den Segmenten Healthcare, Beauty und Home. Linhardt beliefert internationale Marken wie z.B. Haleon, L'Oréal und Nestlé.

Ausgangslage

Linhardt hatte bereits vor der Zusammenarbeit mit Tanso eine fundierte Nachhaltigkeitsstrategie aufgebaut. Das 2024 veröffentlichte Transformationskonzept sowie die Empfehlungen eines Energieberaters umfassten zahlreiche Maßnahmen auf Scope 1- und Scope 2-Ebene – darunter Photovoltaikanlagen auf den Werksdächern, Wärmepumpen, Energieeffizienzprojekte und die Umstellung auf Grünstrom. Parallel berichtete Linhardt im Rahmen des CDP und betrieb ein etabliertes ISO-50001-Energiemanagementsystem. Auch im Nachhaltigkeitsbericht 2023 waren bereits strategische Ziele verankert: der Einsatz von Primäraluminium aus erneuerbaren Energiequellen (Green Virgin) sowie der schrittweise Ausbau des Anteils an Post-Consumer-Recycling-Aluminium (PCR).

Was bis dahin jedoch fehlte, war eine belastbare, vollständige Datenbasis über alle Emissionsbereiche hinweg – insbesondere für Scope 3. Ohne diese Grundlage ließen sich die tatsächlichen Emissionstreiber weder identifizieren noch wirksame Reduktionsmaßnahmen ableiten. Damit blieb die bestehende Strategie begrenzt – und der Beitrag zu einem potenziellen SBTi-angelehnten Reduktionspfad konnte nicht belastbar bewertet werden.

Herausforderungen

Die zentrale Herausforderung für Linhardt bestand darin, die tatsächlichen Emissionsquellen transparent zu machen und gezielt zu steuern.

  • Ziele ohne hinterlegten Maßnahmenplan: Im Nachhaltigkeitsbericht 2023 wurde das strategische Ziel verankert, den Anteil an PCR- und Green-Virgin-Aluminium auf  einen definierten Zielwert bis 2030 zu steigern – ohne dass konkrete Maßnahmen definiert oder interne Umsetzungsprozesse angestoßen worden waren.
  • Materialspezifische Restriktionen in der Umstellung auf Aluminium: Manganhaltige Legierungen verursachen Werkzeugprobleme, Pharmatuben unterliegen strengen Reinheitsanforderungen, wodurch der PCR-Anteil nicht einfach erhöht werden kann, und Low-Carbon-Primäraluminium (z. B. aus Mosambik) ist nicht gesichert verfügbar.
  • Fehlende interne Systematik: Wandstärkenoptimierungen wurden projektweise für einen Kunden umgesetzt, aber nicht systematisch an das Nachhaltigkeitsmanagement gemeldet. CO₂-Effekte waren weder quantifizierbar noch berichtsfähig.
  • Begrenzte Steuerungsmöglichkeiten in der Lieferkette: Linhardt bezieht Aluminium von wenigen, teils regulatorisch vorgeschriebenen Lieferanten. Volumenverlagerungen als Hebel scheiden damit weitgehend aus – die Dekarbonisierung erfordert stattdessen kooperative Ansätze auf Lieferantenebene.
  • Regulatorischer und Kundendruck wächst: Bevorstehende SBTi-Zielsetzung, laufendes CDP-Reporting und zunehmende Anforderungen von Großkunden erhöhen den Handlungsdruck auf die gesamte Lieferkette.

Warum Tanso

Linhardt suchte ein zentrales System, das Emissionen messbar macht, Maßnahmen quantifizierbar modelliert, grafisch aufzeigt und Fortschritt transparent nachverfolgt.

„Was uns überzeugt hat, war die Erkenntnis, dass Dekarbonisierung und wirtschaftliche Steuerung Hand in Hand gehen. Ziele, die wir uns gesetzt hatten, waren lange wenig greifbar. Mit Tanso konnten wir erstmals quantifizieren, welche Maßnahmen welchen CO₂-Hebel haben, was sie uns kosten und wie der ROI sein wird.“
August Wanninger
August Wanninger
Vice President Sustainability & Innovation bei Linhardt

CCF-Aufbau und Hotspot-Analyse

Mit Tanso wurde der vollständige Corporate Carbon Footprint 2024 – inklusive aller Scope 3-Kategorien – nach GHG-Protokoll strukturiert aufgebaut und in der Plattform abgebildet.

Die Auswertung legte ein strukturelles Problem offen: Zwar adressierten die bisher geplanten Maßnahmen Scope 1 und 2 wirksam – mit einer projizierten Reduktion von bis zu 30 % – doch über den gesamten Bilanzkreis hinweg ergab sich lediglich ein Reduktionspotenzial von rund 8,6% bis 2030 und 6,2 % bis 2045 im Vergleich zum Szenario ohne weitere Maßnahmen inkl. Wachstumsraten.

Die integrierte Hotspot-Analyse machte erstmals sichtbar, wo der zentrale Hebel liegt: Aluminium verursachte rund 58 % des Gesamt-CCF in 2024 und ist damit der mit Abstand wichtigste Emissionstreiber. Damit Linhardt einen Net-Zero-Pfad bis 2045 belastbar einsteuern kann, muss genau hier angesetzt werden, denn der PCR-Anteil lag 2024 erst bei 19%. Dadurch konnten zwar 12% der Gesamtemissionen eingespart werden. Konkrete operative Maßnahmen zur weiteren Steigerung des PCR-Anteils fehlten jedoch.

Reduktionsmodul für Scope 1, 2 und 3

Im Tanso-Reduktionsmodul wurden die bestehenden Scope 1- und Scope 2-Maßnahmen aus dem Transformationskonzept 2024 und dem Energieberater mit realen Wachstumsannahmen hinterlegt und ihre tatsächliche Gesamtwirkung bewertet. Das Ergebnis bestätigte: Die bisherigen Maßnahmen reichen nicht aus. Ergänzend wurden die priorisierten Scope 3-Maßnahmen mit CO₂-Hebeln, Kostenannahmen und Ambitionsniveaus modelliert – und als Szenarien für den SBTi-Reduktionspfad visualisiert. Zudem wurden die kurz- und mittelfristigen Investitionen (Capex und Opex) eingearbeitet.

Experten- und Branchenwissen

In einem strukturierten Dekarbonisierungs-Workshop mit Einkauf, Produktion, Vertrieb und Nachhaltigkeitsmanagement von Linhardt moderierte Tanso die gemeinsame Priorisierung der Maßnahmen entlang von Reduktionspotenzial und Umsetzbarkeit. Tanso brachte dabei tiefes Branchenwissen zu Aluminium-Emissionsfaktoren, PCR-Aufpreisen, Green-Virgin-Verfügbarkeit und Massenbilanzansätzen ein. Ergebnis war ein kollektiv abgestimmtes Maßnahmenset, das abteilungsübergreifend getragen wird.

Ergebnisse

Die strategischen Nachhaltigkeitsziele waren bei Linhardt auf übergeordneter Ebene definiert, ließen sich operativ jedoch nur schwer steuern. Über die Tanso-Plattform wurden sie in konkrete Maßnahmen heruntergebrochen, die unmittelbar auf die 2023 verankerten Zielwerte einzahlen.

Quantifiziertes Reduktionspotenzial und Kosteneinsparung

Vier primäre Maßnahmen könnten das Scope 3-Emissionsvolumen bis 2030 um bis zu 45 % senken – bezogen auf den Gesamt-CCF entspricht das einer Reduktion von bis zu 52.000 tCO₂e. Durch die ganzheitliche und vor allem finanzielle Betrachtungsweise in der Tanso-Software kann Linhardt zukünftig durch die Kombination der vier CO₂-Reduktionsmaßnahmen nicht nur bis zu 45% der Gesamt-Emissionen, sondern auch signifikant Kosten im Material und CO₂-Preis einsparen. Dieses Argument überzeugte den Vorstand die gemeinsam erarbeitete Dekarbonisierungsstrategie in seinem Jahresworkshop zu priorisieren.

„Ziele, die wir uns gesetzt hatten, waren lange wenig greifbar. Mit Tanso konnten wir sie in konkrete, quantifizierte Maßnahmen herunterbrechen – und erstmals nachvollziehen, ob wir auf einem SBTi-konformen Pfad sind oder nicht.“
August Wanninger
August Wanninger
Vice President Sustainability & Innovation bei Linhardt

Ausblick

Auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse geht Linhardt gemeinsam mit Tanso die gezielte und strukturierte Umsetzung der identifizierten Maßnahmen an:

  • Vertiefung der Dekarbonisierungsstrategie im internen Vorstandsworkshop – Nachhaltigkeit wird als strategisches Thema auf Vorstandsebene weiter verankert
  • Schrittweiser Ausbau von PCR- und Green-Virgin-Quoten, beginnend in Produktgruppen ohne regulatorische Hürden
  • Erarbeitung SBTi-konformer Reduktionsziele auf Basis der modellierten Tanso-Szenarien
  • Laufende Fortschrittsverfolgung der priorisierten Maßnahmen im Tanso-Reduktionsmodul

Über das ursprüngliche Projekt hinaus nutzt Linhardt Tanso zudem für die Automatisierung der Product Carbon Footprints (PCF) sowie die Vorbereitung auf CSRD-Berichtspflichten. Die Plattform ist damit ein festes Steuerungsinstrument im Nachhaltigkeitsmanagement und vereint CO₂-Daten, Maßnahmenplanung und Fortschrittsberichterstattung in einem System.

Zur Übersicht

Vom Scope 3 Blindspot zur datengetriebenen Dekarbonisierungsstrategie

Durch die ganzheitliche und vor allem finanzielle Betrachtungsweise in der Tanso-Software kann Linhardt zukünftig durch die Kombination der vier CO₂ Reduktionsmaßnahmen nicht nur bis zu 45% der Gesamt-Emissionen, sondern auch signifikant Kosten im Material und CO₂-Preis einsparen, um damit zumindest teilweise die gestiegenen Beschaffungs- und Herstellkosten auszugleichen. Dieses Argument überzeugte den Vorstand die gemeinsam erarbeitete Dekarbonisierungsstrategie in seinem Jahresworkshop zu priorisieren.

Branche Verpackungsindustrie / Aluminium und Kunststoff
Standorte 4 Werke in Deutschland und 3 Werke in Indien
Mitarbeitende Ca. 1.750
Produkte Aluminiumtuben, Aerosoldosen, Flaschen, Kunststofftuben
Corporate Carbon Footprint ca. 115.000 t CO₂e gesamt (Scopes 1-3) in 2024
Tanso Module Corporate Carbon Footprint | Product Carbon Footprint | Reduktion

Über Linhardt

Linhardt ist ein familiengeführter Verpackungshersteller mit über 80-jähriger Geschichte und drei Produktionsstandorten in Deutschland. Das Unternehmen entwickelt und produziert hochwertige Aluminiumverpackungen – darunter Tuben, Aerosoldosen und Aluminiumflaschen – für Kunden aus den Segmenten Healthcare, Beauty und Home. Linhardt beliefert internationale Marken wie z.B. Haleon, L'Oréal und Nestlé.

Ausgangslage

Linhardt hatte bereits vor der Zusammenarbeit mit Tanso eine fundierte Nachhaltigkeitsstrategie aufgebaut. Das 2024 veröffentlichte Transformationskonzept sowie die Empfehlungen eines Energieberaters umfassten zahlreiche Maßnahmen auf Scope 1- und Scope 2-Ebene – darunter Photovoltaikanlagen auf den Werksdächern, Wärmepumpen, Energieeffizienzprojekte und die Umstellung auf Grünstrom. Parallel berichtete Linhardt im Rahmen des CDP und betrieb ein etabliertes ISO-50001-Energiemanagementsystem. Auch im Nachhaltigkeitsbericht 2023 waren bereits strategische Ziele verankert: der Einsatz von Primäraluminium aus erneuerbaren Energiequellen (Green Virgin) sowie der schrittweise Ausbau des Anteils an Post-Consumer-Recycling-Aluminium (PCR).

Was bis dahin jedoch fehlte, war eine belastbare, vollständige Datenbasis über alle Emissionsbereiche hinweg – insbesondere für Scope 3. Ohne diese Grundlage ließen sich die tatsächlichen Emissionstreiber weder identifizieren noch wirksame Reduktionsmaßnahmen ableiten. Damit blieb die bestehende Strategie begrenzt – und der Beitrag zu einem potenziellen SBTi-angelehnten Reduktionspfad konnte nicht belastbar bewertet werden.

Herausforderungen

Die zentrale Herausforderung für Linhardt bestand darin, die tatsächlichen Emissionsquellen transparent zu machen und gezielt zu steuern.

  • Ziele ohne hinterlegten Maßnahmenplan: Im Nachhaltigkeitsbericht 2023 wurde das strategische Ziel verankert, den Anteil an PCR- und Green-Virgin-Aluminium auf  einen definierten Zielwert bis 2030 zu steigern – ohne dass konkrete Maßnahmen definiert oder interne Umsetzungsprozesse angestoßen worden waren.
  • Materialspezifische Restriktionen in der Umstellung auf Aluminium: Manganhaltige Legierungen verursachen Werkzeugprobleme, Pharmatuben unterliegen strengen Reinheitsanforderungen, wodurch der PCR-Anteil nicht einfach erhöht werden kann, und Low-Carbon-Primäraluminium (z. B. aus Mosambik) ist nicht gesichert verfügbar.
  • Fehlende interne Systematik: Wandstärkenoptimierungen wurden projektweise für einen Kunden umgesetzt, aber nicht systematisch an das Nachhaltigkeitsmanagement gemeldet. CO₂-Effekte waren weder quantifizierbar noch berichtsfähig.
  • Begrenzte Steuerungsmöglichkeiten in der Lieferkette: Linhardt bezieht Aluminium von wenigen, teils regulatorisch vorgeschriebenen Lieferanten. Volumenverlagerungen als Hebel scheiden damit weitgehend aus – die Dekarbonisierung erfordert stattdessen kooperative Ansätze auf Lieferantenebene.
  • Regulatorischer und Kundendruck wächst: Bevorstehende SBTi-Zielsetzung, laufendes CDP-Reporting und zunehmende Anforderungen von Großkunden erhöhen den Handlungsdruck auf die gesamte Lieferkette.

Warum Tanso

Linhardt suchte ein zentrales System, das Emissionen messbar macht, Maßnahmen quantifizierbar modelliert, grafisch aufzeigt und Fortschritt transparent nachverfolgt.

„Was uns überzeugt hat, war die Erkenntnis, dass Dekarbonisierung und wirtschaftliche Steuerung Hand in Hand gehen. Ziele, die wir uns gesetzt hatten, waren lange wenig greifbar. Mit Tanso konnten wir erstmals quantifizieren, welche Maßnahmen welchen CO₂-Hebel haben, was sie uns kosten und wie der ROI sein wird.“
August Wanninger
August Wanninger
Vice President Sustainability & Innovation bei Linhardt

CCF-Aufbau und Hotspot-Analyse

Mit Tanso wurde der vollständige Corporate Carbon Footprint 2024 – inklusive aller Scope 3-Kategorien – nach GHG-Protokoll strukturiert aufgebaut und in der Plattform abgebildet.

Die Auswertung legte ein strukturelles Problem offen: Zwar adressierten die bisher geplanten Maßnahmen Scope 1 und 2 wirksam – mit einer projizierten Reduktion von bis zu 30 % – doch über den gesamten Bilanzkreis hinweg ergab sich lediglich ein Reduktionspotenzial von rund 8,6% bis 2030 und 6,2 % bis 2045 im Vergleich zum Szenario ohne weitere Maßnahmen inkl. Wachstumsraten.

Die integrierte Hotspot-Analyse machte erstmals sichtbar, wo der zentrale Hebel liegt: Aluminium verursachte rund 58 % des Gesamt-CCF in 2024 und ist damit der mit Abstand wichtigste Emissionstreiber. Damit Linhardt einen Net-Zero-Pfad bis 2045 belastbar einsteuern kann, muss genau hier angesetzt werden, denn der PCR-Anteil lag 2024 erst bei 19%. Dadurch konnten zwar 12% der Gesamtemissionen eingespart werden. Konkrete operative Maßnahmen zur weiteren Steigerung des PCR-Anteils fehlten jedoch.

Reduktionsmodul für Scope 1, 2 und 3

Im Tanso-Reduktionsmodul wurden die bestehenden Scope 1- und Scope 2-Maßnahmen aus dem Transformationskonzept 2024 und dem Energieberater mit realen Wachstumsannahmen hinterlegt und ihre tatsächliche Gesamtwirkung bewertet. Das Ergebnis bestätigte: Die bisherigen Maßnahmen reichen nicht aus. Ergänzend wurden die priorisierten Scope 3-Maßnahmen mit CO₂-Hebeln, Kostenannahmen und Ambitionsniveaus modelliert – und als Szenarien für den SBTi-Reduktionspfad visualisiert. Zudem wurden die kurz- und mittelfristigen Investitionen (Capex und Opex) eingearbeitet.

Experten- und Branchenwissen

In einem strukturierten Dekarbonisierungs-Workshop mit Einkauf, Produktion, Vertrieb und Nachhaltigkeitsmanagement von Linhardt moderierte Tanso die gemeinsame Priorisierung der Maßnahmen entlang von Reduktionspotenzial und Umsetzbarkeit. Tanso brachte dabei tiefes Branchenwissen zu Aluminium-Emissionsfaktoren, PCR-Aufpreisen, Green-Virgin-Verfügbarkeit und Massenbilanzansätzen ein. Ergebnis war ein kollektiv abgestimmtes Maßnahmenset, das abteilungsübergreifend getragen wird.

Ergebnisse

Die strategischen Nachhaltigkeitsziele waren bei Linhardt auf übergeordneter Ebene definiert, ließen sich operativ jedoch nur schwer steuern. Über die Tanso-Plattform wurden sie in konkrete Maßnahmen heruntergebrochen, die unmittelbar auf die 2023 verankerten Zielwerte einzahlen.

Quantifiziertes Reduktionspotenzial und Kosteneinsparung

Vier primäre Maßnahmen könnten das Scope 3-Emissionsvolumen bis 2030 um bis zu 45 % senken – bezogen auf den Gesamt-CCF entspricht das einer Reduktion von bis zu 52.000 tCO₂e. Durch die ganzheitliche und vor allem finanzielle Betrachtungsweise in der Tanso-Software kann Linhardt zukünftig durch die Kombination der vier CO₂-Reduktionsmaßnahmen nicht nur bis zu 45% der Gesamt-Emissionen, sondern auch signifikant Kosten im Material und CO₂-Preis einsparen. Dieses Argument überzeugte den Vorstand die gemeinsam erarbeitete Dekarbonisierungsstrategie in seinem Jahresworkshop zu priorisieren.

„Ziele, die wir uns gesetzt hatten, waren lange wenig greifbar. Mit Tanso konnten wir sie in konkrete, quantifizierte Maßnahmen herunterbrechen – und erstmals nachvollziehen, ob wir auf einem SBTi-konformen Pfad sind oder nicht.“
August Wanninger
August Wanninger
Vice President Sustainability & Innovation bei Linhardt

Ausblick

Auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse geht Linhardt gemeinsam mit Tanso die gezielte und strukturierte Umsetzung der identifizierten Maßnahmen an:

  • Vertiefung der Dekarbonisierungsstrategie im internen Vorstandsworkshop – Nachhaltigkeit wird als strategisches Thema auf Vorstandsebene weiter verankert
  • Schrittweiser Ausbau von PCR- und Green-Virgin-Quoten, beginnend in Produktgruppen ohne regulatorische Hürden
  • Erarbeitung SBTi-konformer Reduktionsziele auf Basis der modellierten Tanso-Szenarien
  • Laufende Fortschrittsverfolgung der priorisierten Maßnahmen im Tanso-Reduktionsmodul

Über das ursprüngliche Projekt hinaus nutzt Linhardt Tanso zudem für die Automatisierung der Product Carbon Footprints (PCF) sowie die Vorbereitung auf CSRD-Berichtspflichten. Die Plattform ist damit ein festes Steuerungsinstrument im Nachhaltigkeitsmanagement und vereint CO₂-Daten, Maßnahmenplanung und Fortschrittsberichterstattung in einem System.

Entdecken Sie Tanso –
Ihre Komplett­lösung für Nachhaltigkeit

Andere Artikel, die für Sie interessant sein könnten

Erfahren Sie Neuigkeiten aus dem Tansoversum.