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Product Carbon Footprint (PCF) erklärt: Berechnung, Vorteile und Vergleich zum CCF

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Der Product Carbon Footprint (PCF) misst die Gesamtmenge an Treibhausgasemissionen, die während des gesamten Lebenszyklus eines Produkts freigesetzt wird – von der Herstellung über die Verarbeitung und Verpackung bis hin zu Transport, Nutzung und letztendlich Entsorgung. Der PCF dient als Indikator für die Umweltauswirkungen eines Produkts und ist ein zentraler Aspekt bei der Bewertung der Nachhaltigkeit.

Was gilt es bei der PCF-Berechnung zu beachten?

Bei der Berechnung des Product Carbon Footprints sollten verschiedene Faktoren beachtet werden, um sicherzustellen, dass die Berechnungsergebnisse so genau wie möglich sind und eine aussagekräftige Bewertung des ökologischen Fußabdrucks des Produkts ermöglicht wird.

  • Einbeziehung des Lebenszyklus: Um eine genaue Bewertung des ökologischen Fußabdrucks zu erhalten, müssen alle Emissionen berücksichtigt werden, die während des Lebenszyklus des Produkts innerhalb von der definierten Systemgrenze, entweder Cradle-to-Gate oder Cradle-to-Grave entstehen. Es ist wichtig, alle Aktivitäten und Prozesse im Zusammenhang mit dem Produkt zu berücksichtigen und die Grenzen der Analyse klar zu definieren und transparent auszuweisen.
  • Datenqualität: Die Qualität der Daten, die zur Berechnung des PCF verwendet werden, ist entscheidend für die Genauigkeit der Ergebnisse. Es ist wichtig, genaue und zuverlässige Daten zu sammeln, die auf validierten Quellen basieren. Ungenaue oder unvollständige Daten können zu fehlerhaften Ergebnissen führen.
  • Grenzen der Analyse: Es ist wichtig, die Grenzen der Analyse klar zu definieren und zu kommunizieren, um sicherzustellen, dass die Ergebnisse korrekt interpretiert werden. Die Grenzen der Analyse sollten die Phasen des Lebenszyklus des Produkts abdecken, die in der Berechnung enthalten sind, sowie die Annahmen und Einschränkungen der Analyse.
  • Aktualität: Da sich die Umweltauswirkungen von Produkten im Laufe der Zeit ändern können, sollten PCF-Berechnungen regelmäßig aktualisiert werden, um sicherzustellen, dass die Ergebnisse auf dem neuesten Stand sind und eine aktuelle Bewertung des PCFs ermöglichen. Gemäß ISO-14067 wird der PCF normalerweise nach 5 Jahren veraltet.

Welche Grundsätze gibt es bei der PCF-Berechnung?

  • Transparenz: Die PCF-Berechnung sollte transparent sein, d. h. alle Annahmen, Methoden und Datenquellen sollten klar dokumentiert werden. Diese Transparenz ermöglicht die Replikation und Validierung der Berechnung und gewährleistet ihre Genauigkeit und Zuverlässigkeit.
  • Relevanz: Unternehmen sollten den Grundsatz der Relevanz anwenden, wenn sie entscheiden, ob Aktivitäten aus dem Inventar auszuschließen sind, Datenquellen ausgewählt und Daten gesammelt werden.
  • Vollständigkeit: Die PCF-Berechnung sollte alle wesentlichenTreibhausgasemissionen im Zusammenhang mit dem Lebenszyklus des Produkts umfassen. Dazu gehören sowohl die direkten Emissionen aus der Herstellung und dem Transport des Produkts als auch die indirekten Emissionen aus den während des gesamten Lebenszyklus verwendeten Energiequellen.
  • Konsistenz: Die PCF-Berechnung sollte mit etablierten Methoden und Standards, wie ISO 14067 und dem Greenhouse Gas Protocol, übereinstimmen. Diese Konsistenz gewährleistet, dass die PCF-Berechnung zuverlässig und über verschiedene Produkte und Branchen hinweg vergleichbar ist.
  • Genauigkeit: Die PCF-Berechnung sollte so genau wie möglich sein, basierend auf den verfügbaren Daten und Methoden. Diese Genauigkeit stellt sicher, dass die PCF- Berechnung eine zuverlässige Schätzung der Treibhausgasemissionen des Produkts liefert, die eine fundierte Entscheidungsfindung ermöglicht.
  • Verifizierung: Die PCF-Berechnung sollte unabhängig überprüft werden, um sicherzustellen, dass die Berechnung genau und zuverlässig ist. Diese Überprüfung kann durch ein Audit oder eine Zertifizierung durch einen Dritten erfolgen.

Vorteile der PCF-Berechnung

  • Schaffung von Transparenz in der Wertschöpfungskette über vor- und nachgelagerte Prozesse und die beteiligten Akteure
  • Schärfung des Bewusstseins für Treibhausgasemissionen entlang der Wertschöpfungskette
  • Identifizierung besonders emissionsintensiver Phasen sowie Potenziale zu deren Minderung
  • Gewinnung von Impulsen für die (Weiter-)Entwicklung der eigenen Klimastrategie

Unterschied zwischen Corporate Carbon Footprint und Product Carbon Footprint

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