60% schneller zur belastbaren Klimabilanz: CCF in 4 Wochen eigenständig aufgebaut

Über CLASSEN
CLASSEN ist ein familiengeführtes Unternehmen mit Hauptsitz in Kaisersesch und einer der weltweit führenden Hersteller von Laminat- und Designböden sowie Wandbelägen. Gegründet 1962, zählt die CLASSEN Group heute rund 2.000 Mitarbeitende. Nachhaltigkeit ist bei CLASSEN historisch verankert: Das Unternehmen betreibt sein Energiemanagement seit 2011 nach ISO 50001, setzt am Standort Baruth ein eigenes Biomasse-Kraftwerk ein, bezieht Holz ausschließlich FSC®/PEFC-zertifiziert und produziert mit der CERAMIN-Linie Bodenbeläge aus recyceltem Polypropylen.
Ausgangslage
Das Unternehmen verfolgt seit vielen Jahren eine strukturierte Nachhaltigkeitsstrategie, veröffentlicht regelmäßig einen Nachhaltigkeitsbericht und nimmt jährlich am EcoVadis-Rating teil. Auch der Corporate Carbon Footprint wird bereits seit mehreren Jahren erhoben. Zunächst mit einer externen Software, später über eine selbst entwickelte Excel-Lösung.
Beide Ansätze stießen an ihre Grenzen: Die bestehende Software bildete weder die komplexe Multi-Standort-Struktur noch branchenspezifische Emissionsfaktoren ausreichend ab, während die Excel-Lösung nicht skalierbar oder auditfähig war. Für die Klimabilanz 2025 suchte CLASSEN daher eine Software, die aktuelle Emissionsfaktoren, eine saubere Abbildung der Unternehmensstruktur und eine auditfähige Datenaufbereitung mit Anbindung an SAP und Power BI vereint.
Herausforderungen
- Komplexe Konzernstruktur: Vier Teilfirmen an drei Produktionsstandorten in Deutschland und Polen sowie weltweit verteilte Vertriebsstandorte mussten in einer gemeinsamen Klimabilanz abgebildet werden.
- Branchenspezifische Emissionsfaktoren: Für Chemikalien, Klebstoffe und weitere Rohstoffe fehlten ausreichend detaillierte und regelmäßig aktualisierte Emissionsfaktoren.
- Enger Zeitplan: Der neue Corporate Carbon Footprint musste innerhalb von rund vier Wochen erstellt werden.
- Aufwendige Datenerhebung: Die Datensammlung über E-Mail und Excel war zunehmend unübersichtlich und erschwerte den Überblick über Datenstände und Verantwortlichkeiten.
- Begrenzte personelle Ressourcen: Das Nachhaltigkeitsteam verfügte nur über begrenzte Kapazitäten und wollte den CCF weitgehend eigenständig aufbauen.
Warum Tanso
Die Software sollte sich eigenständig bedienen lassen und die komplexe Konzernstruktur, den hohen Anspruch an Emissionsfaktoren-Qualität sowie die bestehenden Datenquellen sauber abbilden. Ausschlaggebend waren unter anderem:
Multi-Standort-Struktur und Auditfähigkeit: Teilfirmen und Standorte werden konsistent abgebildet und Datenpunkte strukturiert erfasst, freigegeben und nachverfolgt. Die daraus entstehende transparente Datenbasis unterstützt Audits und Zertifizierungen.
Umfangreiche und gepflegte Emissionsfaktoren-Datenbank: Die Emissionsfaktoren-Datenbank in Tanso deckt auch branchenspezifische Chemikalien und Rohstoffe ab und wird jährlich aktualisiert. Ein Punkt, der in der Vorgängerlösung ein wiederkehrendes Bottleneck war.
Anschlussfähigkeit an SAP und Power BI: Die Tabellenstruktur von Tanso ist mit den bestehenden SAP-Exporten und der Power-BI-Datenaufbereitung kompatibel und vereinfacht dadurch die Übernahme von Daten in die Bilanzierung.
Intuitive Nutzung der Software: Die einfache Bedienung ermöglicht den CCF weitgehend selbstständig aufzubauen. Ergänzt durch gezielte Check-ins und punktuelle methodische Unterstützung kann der Prozess schlank und effizient umgesetzt werden.
Ergebnisse
Durch die Kombination aus intuitiver Software und dem methodischen Know-how des Customer Success Teams konnte Nachhaltigkeitsverantwortlicher Jan Wöhner den CCF 2025 weitgehend eigenständig innerhalb von vier Wochen erstellen. Damit wurde nicht nur der Prozess deutlich beschleunigt, sondern auch eine belastbare Datenbasis für Reporting, Audits und zukünftige regulatorische Anforderungen geschaffen.
Ausblick
Im nächsten Schritt fokussiert sich CLASSEN auf die Weiterentwicklung des CCF-Prozesses und die Steigerung der Datenqualität. Dazu gehören die dezentrale Datenerhebung für den CCF 2026, die Einführung des Reduktionsmoduls zur strukturierten Abbildung von Reduktionspfaden sowie der Ausbau von Primärdaten in Scope 3.1. Ergänzend sind die Rückrechnung der CCFs 2023 und 2024 geplant. Ein zentraler Treiber für die weitere Nutzung ist die steigende Nachfrage nach belastbaren CO₂-Daten in Kundenausschreibungen – insbesondere im Baumarktketten-Segment, wo CCF- und EPD-Daten heute Standardanforderung sind.










































































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