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EU Nachhaltigkeit-Omnibus I final beschlossen – was das für CSRD & CSDDD bedeutet

Der Rat der Europäischen Union hat dem Omnibus I-Paket am 24. Februar in der Sitzung des General Affairs Council die endgültige Zustimmung zum Trilog-Kompromiss aus Dezember erteilt – der vorletzte formale Schritt im Gesetzgebungsverfahren. Damit steht fest: Die Änderungen an der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) und der Corporate Sustainability Due Diligence Directive (CSDDD) werden in EU-Recht umgesetzt und wurden heute als  finaler Schritt  offiziell im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht.

Was passiert jetzt?

Nach der heutigen Veröffentlichung im Amtsblatt tritt der neue Gesetzestext 20 Tage später in Kraft. Ab jetzt haben die Mitgliedstaaten folgende Fristen, um die Änderungen in nationales Recht zu überführen:

  • CSRD: Anpassungen müssen innerhalb von 12 Monaten umgesetzt werden.
  • CSDDD: Anpassungen sollen bis spätestens 26. Juli 2028 in nationales Recht übertragen werden.

Was steckt hinter Omnibus I ?

Das Omnibus I-Paket im Bereich Sustainability bringt gezielte Änderungen für zwei zentrale EU-Nachhaltigkeitsinstrumente:

CSRD – Nachhaltigkeitsberichterstattung

Zentrale Schwellenwerte und Anpassungen:

  • Anwendbar für EU-Unternehmen mit über 1.000 Mitarbeitenden und mehr als 450 Mio. € Umsatz (Welle 1 bereits jetzt berichtspflichtig, Welle 2 ab dem Geschäftsjahr 2027).
  • Nicht-EU Unternehmen sind ab dem Geschäftsjahr 2028 berichtspflichtig, wenn sie mehr als 450 Mio. €  Umsatz in der EU machen und ein EU-Tochterunternehmen oder eine EU-Zweigniederlassung mit mehr als 200 Mio. € Umsatz haben.
  • Unternehmen außerhalb des Anwendungsbereichs können künftig freiwillig nach dem VSME-Standard berichten.
  • Mitgliedstaaten können Unternehmen der ersten Welle unterhalb der Schwellenwerte für 2025 und 2026 ausnehmen. In Deutschland sieht der aktuelle CSRD-Gesetzesentwurf dies vor. Aktuell gilt in Deutschland jedoch noch die NFRD als Vorgängerregulierung.
  • Climate Transition Plans bleiben Bestandteil der CSRD.

CSDDD – Sorgfaltspflichten in Lieferketten

Zentrale Schwellenwerte und Anpassungen:

  • Anwendbar für Unternehmen mit mehr als 5.000 Mitarbeitenden und über 1,5 Mrd. € Nettoumsatz.
  • Anforderungen an Risikobewertung und Due-Diligence-Prozesse werden praxisnäher und risikobasierter ausgestaltet.
  • Keine EU-weit einheitliche Haftungsregelung, sondern Ländersache.
  • Das maximale Strafmaß wird von 5 % auf 3 % des Umsatzes reduziert.
  • Climate Transition Plans entfallen in der CSDDD.
  • Einführung einer Überprüfungsklausel für 2029 zur erneuten Bewertung der Schwellenwerte.

Was bedeutet das für Unternehmen?

Auch wenn Omnibus I regulatorische Erleichterungen vorsieht, bleiben die Anforderungen von Investoren, Banken und Geschäftspartnern bestehen. Nachhaltigkeitsinformationen werden weiterhin aktiv nachgefragt, beispielsweise über Nachhaltigkeitsratings und ISO-Zertifizierungen – unabhängig vom formalen Anwendungsbereich einzelner Richtlinien.

Ökologische und soziale Risiken wirken sich zudem weiterhin auf Lieferketten, Finanzierung und Geschäftsbeziehungen aus. Mit der anstehenden Umsetzung in nationales Recht sollten Unternehmen daher ihre Strukturen und Datenprozesse frühzeitig überprüfen und gegebenenfalls anpassen.

Fazit

Mit der finalen Zustimmung zu Omnibus I ist ein weiterer legislativer Meilenstein geschafft. Der Prozess hin zu klareren, gleichzeitig praxistauglicheren Nachhaltigkeitsanforderungen hat eine neue Stufe erreicht. Unternehmen sollten diese Phase nutzen, um ihre Strategien nicht nur regulatorisch, sondern auch inhaltlich zu schärfen und Nachhaltigkeit als integralen Teil der Unternehmenssteuerung zu verankern.

Wie Tanso unterstützt

Tanso unterstützt Unternehmen dabei, Nachhaltigkeitsmanagement strukturiert und zukunftssicher zu gestalten: Von der strategischen Einordnung regulatorischer Anforderungen bis zur operativen Umsetzung. Im Zentrum steht ein integriertes ESG-Datenmanagement, welches Transparenz über Prozesse, Kennzahlen und Verantwortlichkeiten schafft und als strategischer Vorteil für ESG-Ratings und finanzielle Inzentivierungen von Banken und Versicherungen genutzt werden kann.

Mit der Tanso Software lassen sich CCF, PCF sowie soziale KPIs konsistent erfassen und gezielt an Stakeholder-Anforderungen ausrichten. Im Kontext des Sustainability Omnibus ermöglicht Tanso zudem flexibles Multi-Reporting über verschiedene ESG-Standards hinweg – darunter ESRS, EcoVadis, SAQ 5, GRI, CDP oder VSME.

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