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Together for Sustainability (TfS)

Together for Sustainability (TfS) wurde 2011 von den Chemieunternehmen BASF, Bayer, Evonik, Henkel, LANXESS und Solvay gegründet und ist heute ein gemeinnütziger Verband mit Sitz in Brüssel, dem mittlerweile mehr als 60 Mitgliedsunternehmen aus der Chemiebranche angehören. Ziel der Initiative ist ein einheitliches, branchenweit abgestimmtes Vorgehen zur Bewertung der Nachhaltigkeitsleistung von Lieferanten, um zu vermeiden, dass einzelne Zulieferer von verschiedenen Abnehmern wiederholt mit uneinheitlichen Einzelanfragen, Fragebögen und Audits konfrontiert werden.

Die Initiative beruht auf zwei Säulen: Assessments und Audits. Die Assessments werden in Zusammenarbeit mit EcoVadis durchgeführt und liefern eine Bewertung der Nachhaltigkeitsleistung eines Lieferanten anhand von Themen wie Umwelt, Arbeits- und Menschenrechte, Ethik und nachhaltige Beschaffung. Ergänzend dazu führen ausschließlich von TfS akkreditierte, unabhängige Prüfgesellschaften vor Ort angemeldete Audits anhand eines standardisierten Kriterienkatalogs mit rund 120 Anforderungen durch, der Management, Umwelt, Arbeitsschutz, Arbeits- und Menschenrechte sowie Governance abdeckt.

Sowohl Assessments als auch Audits zeigen Stärken und Verbesserungspotenziale eines Lieferanten auf. Bei identifizierten Mängeln wird in der Regel ein Corrective Action Plan (CAP) vereinbart, der konkrete Maßnahmen, Fristen und Verantwortlichkeiten zur Verbesserung festlegt. Die Ergebnisse werden den TfS-Mitgliedsunternehmen über eine gemeinsame, sichere Plattform zur Verfügung gestellt, sodass ein einmal bewerteter oder auditierter Lieferant nicht erneut von jedem einzelnen Abnehmer separat geprüft werden muss.

Für Unternehmen entlang chemischer Lieferketten ist TfS ein etabliertes Instrument des Lieferkettenmanagements, das den Prüfaufwand für Zulieferer reduziert und einkaufenden Unternehmen eine standardisierte, vergleichbare Grundlage für die Bewertung von Nachhaltigkeitsrisiken in der Lieferkette bietet. Die Initiative ergänzt damit unternehmerische Sorgfaltspflichten, wie sie etwa durch die Corporate Sustainability Due Diligence Directive (CSDDD) vorgegeben werden, um eine praxisnahe, branchengetragene Umsetzung.

Quelle:

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