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Gebundene Treibhausgasemissionen

Gebundene Treibhausgasemissionen umfassen alle Emissionen, die entlang der Wertschöpfungskette eines Produkts entstehen, bevor es genutzt wird. Diese Emissionen setzen sich aus mehreren Phasen zusammen:

  1. Rohstoffgewinnung & Verarbeitung
    1. Emissionen aus der Förderung von Rohstoffen (z. B. Erzabbau für Stahl, Erdölverarbeitung für Kunststoffe)
    2. Energieverbrauch und Emissionen bei der Weiterverarbeitung (z. B. Schmelzen, Gießen, chemische Prozesse)
  2. Produktion & Herstellung
    1. Direkte Emissionen aus der Fertigung von Bauteilen und Endprodukten
    2. Nutzung von Strom, Wärme oder Kraftstoffen in der Produktion
  3. Transport & Logistik
    1. Emissionen aus der Lieferung von Rohstoffen an Produktionsstätten
    2. Transport von Halbfertig- und Fertigprodukten an weitere Produktionsstufen oder zum Kunden
  4. End-of-Life-Phase (je nach Systemgrenze)
    1. Emissionen aus Recycling, Wiederverwertung oder Entsorgung eines Produkts

Unterschied zu betrieblichen Emissionen

Während betriebliche Emissionen (operational emissions) während der Nutzung eines Produkts oder Gebäudes anfallen (z. B. Energieverbrauch), sind gebundene Emissionen bereits vor der Nutzung vorhanden. Besonders in der Bauindustrie, Automobilbranche und produzierenden Industrie machen sie einen erheblichen Anteil der Gesamtbilanz aus.

Für produzierende Unternehmen ist die Reduktion gebundener Treibhausgasemissionen entscheidend, um ihre Klimaziele zu erreichen und regulatorische Anforderungen zu erfüllen. Folgende Aspekte sind besonders relevant:

  • Product Carbon Footprint (PCF) & Lebenszyklusanalysen (LCA)
  • Regulatorische Anforderungen & CSRD-Reporting
  • Risikomanagement & nachhaltige Beschaffung

Tanso unterstützt produzierende Unternehmen dabei, gebundene Treibhausgasemissionen zu berechnen, zu analysieren und gezielt zu reduzieren.

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