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Netto-Null-Emissionen

Netto-Null-Emissionen sind ein Schlüsselkonzept für den globalen Klimaschutz. Sie beschreiben den Zustand, in dem die von Menschen verursachten Treibhausgasemissionen vollständig durch gleichwertige Maßnahmen kompensiert werden, die diese Emissionen aus der Atmosphäre entziehen. Dieser Prozess erfordert zunächst eine drastische Reduktion aller vermeidbaren Emissionen, wobei Unternehmen und Staaten aufgefordert sind, ihre Direkte (Scope 1), indirekte (Scope 2) und vor- sowie nachgelagerte Emissionen (Scope 3) erheblich zu senken. Idealerweise sollte dies bis 2050 um mehr als 90 % erfolgen.

Nachdem die vermeidbaren Emissionen so weit wie möglich reduziert wurden, müssen verbleibende Emissionen durch negative Emissionen neutralisiert werden. Diese können durch Aufforstungsprojekte, die Renaturierung von Mooren oder technologische Ansätze wie Carbon Capture and Storage (CCS) erreicht werden. Das Ziel ist ein Gleichgewicht, in dem die Menge der ausgestoßenen Treibhausgase der Menge entspricht, die entzogen wird.

Wissenschaftliche Studien, darunter Berichte des Weltklimarats (IPCC), zeigen, dass die Erreichung von Netto-Null bis zur Mitte des 21. Jahrhunderts entscheidend ist, um die globalen Temperaturen unter den kritischen Schwellenwerten von 1,5 °C und 2 °C zu halten. Angesichts dieser Dringlichkeit ist es unerlässlich, dass nicht nur einzelne Unternehmen, sondern ganze Staaten und Gesellschaften sich auf den Weg zu Netto-Null-Emissionen machen. Herausforderungen bestehen jedoch in Form von begrenzten natürlichen Senken und der Notwendigkeit, technische Lösungen weiterzuentwickeln. Gleichzeitig verlangt das Konzept von Netto-Null eine tiefgreifende Transformation der Wirtschaftsweise, die über einfache Kompensationsmechanismen hinausgeht.

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